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Rudolf Virchow

Bücher von Rudolf Virchow

 

Rudolf Virchow wurde am 13. Oktober 1821 in Schivelbein in Hinterpommern geboren. Er studierte Medizin und promovierte 1843 in Berlin. Danach arbeitete er an der Charité. Ab 1847 das "Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medicin" (heute: Virchows Archiv) herauszugeben.

Als Teilnehmer der Revolution von 1848 konnte er sich nach deren Niederschlagung an der Berliner Universität nicht halten und nahm eine Professor in Würzburg an. Später kehrte er nach Berlin zurück. Neben medizinischen Themen beschäftiger er sich mit Anthropologie, Ethnologie und Archäologie. 488px Rudolf VirchowZusammen mit Franz von Holtzendorff gab er die "Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge" heraus.

Er war einer der Gründer der Deutschen Fortschrittspartei, die er in der Berliner Stadtverordnetenversammlung, dem Preußischen Abgeordnetenhaus und dem Reichstag vertrat, später dann deren Nachfolgeparteien: die Deutsch-Freisinnige Partei und die Freisinnige Volkspartei. Er setzte sich für Abrüstung ein und warnte in einem Interview mit dem französischen Le Matin 1895:

"Sobald die Regierungen die entsetzliche Leere ihrer Schatzkammern bemerken und die Unmöglichkeit einsehen, sie mit neuen Steuern füllen zu können – wenn alle Quellen versiegt sind und die Möglichkeit zu steuerlicher Mehrbelastung ihrer Staaten auf Null reduziert ist, werden sie sich Hals über Kopf in den Krieg stürzen, in der Hoffnung, der ausweglosen Situation schließlich zu entkommen. Schneller, als man vielleicht glaubt, wird Europa von Krieg zu Krieg, von Barbarei zu Barbarei Stück um Stück in tiefer Nacht versinken, gegen die selbst die dunkelsten Zeiten des Mittelalters nur Dämmerung gewesen sein werden."

Rudolf Virchow starb am 5. September 1902 in Berlin.

 


 

Bücher von Rudolf Virchow bei Libera Media (in Vorbereitung)

  • Die Noth im Spessart
  • Die Freiheit der Wissenschaft im modernen Staat
  • Sozialismus und Reaktion
  • Ueber Hünengräber und Pfahlbauten

 

Franz von Holtzendorff

Bücher von Franz von Holtzendorff

 

Franz von Holtzendorff wurde am 14. Oktober 1829 in Vietmannsdorf in der Uckermarck geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Berlin, Bonn und HoltzendorffHeidelberg. 1857 habilitierte er sich, wurde dann 1861 außerordentlicher Professor in Berlin und schließlich 1872 ordentlicher Professor in München.

Zudem begründete er den Deutschen Juristentag. Zusammen mit Rudolf Virchow gab er die "Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge", wobei er selbst viele Beiträge beisteuerte. Er war darüber hinaus noch Herausgeber weiterer Zeitschriften, wie etwa der "Allgemeinen Deutschen Strafrechtszeitung" oder "Zeit und Streitfragen".

In Vorträgen, Broschüren und Büchern wandte er sich gegen die Todesstrafe, für eine Reform des Gefängniswesens und mehr Rechte für Frauen.

Franz von Holtzendorff starb am 4. Februar 1889 in München.

 


 

Bücher von Franz von Holtzendorff bei Libera Media

 

Julius Stettenheim

à Bücher von Julius Stettenheim

 

Julius Stettenheim wurde 2. November 1831 in Hamburg geboren. Schon früh begann er an satirischen Blättern mitzuarbeiten. In den 1850ern kam dann sein eigener "Almanach zum Lachen" heraus, und in den 1860ern folgten die "Hamburger Wespen". Diese waStettenheim1ren die preußischen Behörden, daß Julius Stettenheim dort mit Haftbefehl gesucht wurde und auch in den anderen deutschen Staaten.

Seine Heimatstadt Hamburg lieferte Julius Stettenheim aber nicht aus, und so war er dort sicher, konnte aber über Jahre sie nicht verlassen. Mit der Amnestie nach dem Krieg 1866 gegen Österreich zog Stettenheim nach Berlin, benannte er sein Blatt in "Berliner Wespen" um und machte es zu sie zu einer der führenden Satirezeitschriften in Deutschland. Als Mitarbeiter entdeckte er dabei Alexander Moszkowski, der später seine eigenen Wege gehen sollte. In den 1890ern wurde das Blatt in "Deutsche Wespen" umbenannt. Außerdem gab Julius Stettenheim auch das "Humoristische Deutschland" heraus.

Eine seiner berühmtesten Figuren war der Wippchen, ein aufschneidender und phrasenvoller Kriegsreporter, der aus dem behaglichen Bernau bei Berlin seine erfundenen Berichte absetzte. Andere Figuren waren der hemdsärmelige Muckenich, der penetrante Reporter, der die Persönlichkeiten der Zeit in die Mangel nahm, und Dr. Reptilius, ein Sprecher für die offiziöse Linie Bismarcks. 

Julius Stettenheim starb am 30. Oktober 1916 in Lichterfelde (heute Berlin).

 


 

Bücher von Julius Stettenheim bei Libera Media

 

 

Karl Braun

Bücher von Karl Braun

 

Karl Braun wurde am 20. März 1822 in Hadamar im Herzogtum Nassau geboren. Nach dem Abitur studierte er Philologie und Rechtswissenschaften zunächst in Marburg dann in Göttingen. 1843 trat er in den Staatsdienst ein.

Der Völkerfrühling des Jahres 1848 riß auch Karl Braun mit. Er wurde Redakteur der „Nassauischen Zeitung“ und aktiven Teilnehmer der Umwälzung, etwa im 220px Karl Braun 1867 IZ 48 315 HScherenberg„Demokratischen Verein Wies­baden“. Etwas später gehörte er als Abgeordneter in den Landständen, dem nassauischen Parlament, zum „Club der Linken“.

Nach Niederschlagung der Revolution arbeitete er als Anwalt am Oberappellationsgericht in Wiesbaden und promovierte 1856. Außerdem beschäftigte er sich mit volkswirtschaftlichen Studien und war an der Gründung des Kongresses Deutscher Volkswirte beteiligt, dessen Sitzungen er ab 1859 vorsaß. Ab demselben Jahr war er Präsident der Nassauischen Kammer. Hier setzte er sich für eine Liberalisierung der Gewerbeordnung und größere Freizügigkeit ein, ein Thema das er in den nächsten Jahren insbesondere im Kongreß Deutscher Volkswirte vorantrieb.

Als Nationalliberaler wurde er in den Konstituierenden und den ersten ordentlichen Reichstag für den Wahlkreis Wiesbaden gewählt, weshalb er auch häufig "Braun-Wiesbaden" genannt wurde. 1867 berichtete er für die Kommission, die sich mit der Freizügigkeit für den Norddeutschen Bund (später auf Deutschland ausgeweitet) beschäftigt hatte und weitgehende Freizügigkeit vorschlug. Der Gesetzentwurf wurde fast einstimmig angenommen.

Mit der reaktionären Wende Bismarcks in den 1870ern wuchsen die Spannungen innerhalb der Nationalliberalen Partei. 1880 trat der linke Flügel aus und gründete die "Liberale Vereinigung" (auch "Sezession" oder "Sezessionisten" genannt), dem auch Karl Braun angehörte. 1884 fusionierte die Liberale Vereinigung mit der Deutschen Fortschrittspartei zur Deutsch-Freisinnigen Partei, für die Karl Braun dem Reichstag angehörte. 

1891 zog Karl Braun nach Freiburg im Breisgau, wo er am 14. Juli 1893 starb.

 


 

Bücher von Karl Braun bei Libera Media

 

Wilhelm Lette

à Bücher von Wilhelm Lette

 

Wilhelm Lette wurde am 10. Mai 1799 in Kienitz geboren. Nach dem Abitur studierte in Heidelberg, Göttingen und Berlin Rechtswissenschaften. Wegen Besuchs des Wartburgfestes und seiner Aktivitäten in Burschenschaften wurde er im Zuge der vormärzlichen "Demagogenverfolgung" zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. 1821 trat er als Auskultator in den Staatsdienst ein, wo er bis zum Obergerichtsassessor, Rat und dann Oberlandesgerichtsrat, Dirigenten der volks- und landwirtschaftlichen Abteilung an der Regierung zu Frankfurt (Oder) und schließlich Vortragenden Rat im Innenministerium aufstieg.

Wilhelm Lette gehörte der Nationalversammlung in der Paulskirche (Fraktion Casino) an und später der ersten, dann der zweiten Preußischen Kammer und dem Preußischen Abgeordnetenhaus (Fraktion Vincke, dann Linkes Zentrum). Zum LetteNorddeutschen Reichstag wurde er 1867 im Kreis Frankfurt/Oder für die Nationalliberale Partei gewählt. Außerdem war er Mitglied des Kongresses Deutscher Volkswirte.

Wilhelm Lette war bekannt für seine zahlreichen wohltätigen Bemühungen, so etwa im Zentralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen, dem Berliner Handwerkerverein, der Deutschen Pestalozzi-Stiftung oder dem Verein zur Förderung der Erwerbstätigkeit des weiblichem Geschlechts, der später zu seinen Ehren in "Lette-Verein" umbenannt wurde und bis heute besteht.

Ein besonders Anliegen war für ihn auch die Freizügigkeit. 1860 leitete er eine Kommission des Kongresses Deutscher Volkswirte, die der Versammlung eine Resolution für vollständige Freizügigkeit unterbreitete. Im folgenden Jahr verfaßte er Beiträge zum Staatslexikon von Rotteck und Welcker zu den Stichpunkten "Ein- und Auswanderung" und "Freizügigkeit". 1863 war er wiederum daran beteiligt, das Thema auf die Agenda des Kongresses Deutscher Volkswirte zu bringen und vertrat die Position im Plenum. Zudem hatte er sich schon früher im Jahr in seiner Schrift für "Die Freizügigkeit, das wichtigste Grundrecht der arbeitenden Klassen" ausgesprochen.

Wilhelm Lette starb am 3. Dezember 1868 in Berlin.

 


 

Bücher von Wilhelm Lette bei Libera Media

 

  • Die Freizügigkeit, das wichtigste Grundrecht für die arbeitenden Klassen
  • Die Wohnungsfrage

 

Ludwig Bamberger

à Bücher von Ludwig Bamberger

 

Ludwig Bamberger wurde am 22. Juli 1823 in Mainz geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Gießen, Heidelberg und Göttingen. Als Jude konnte er aber in seinem Heimatland, dem Großherzogtum Hessen, nicht im Staatsdienst, etwa als Richter, arbeiten. Auch Notar konnte er nicht werden.

Ludwig BambergerWie viele wurde er von der Märzrevolution 1848 mitgerissen, die er als Redakteur der "Mainzer Zeitung" und überzeugter Demokrat begleitete. Als die Revolution unterdrückt werden sollte, schloß er sich dem Aufstand in der Pfalz an, der aber scheiterte. Mit Haftbefehl, ja sogar der Todesstrafe bedroht, floh er aus Deutschland. Nach einigen Stationen ließ er sich in Paris nieder und arbeitete sehr erfolgreich im Bankgewerbe.

Nach dem Krieg 1866 gegen Österreich wurde eine Amnestie erlassen. Ludwig Bamberger konnte nun nach Deutschland zurückkehren und wurde Berater von Bismarck. Er schloß sich den Nationalliberalen an, für die er in den Reichstag gewählt wurde, wobei er deren linken Flügel angehörte. Dabei war er federführend an der Einführung der Goldmark als einheitlicher Währung in Deutschland beteiligt. Außerdem gründete er die "Deutsche Bank" mit, zog sich aber, um Interessenkonflikte auszuschließen, bald aus dem Unternehmen zurück.

Unzufrieden über den reaktionären Schwenk Bismarcks in den 1870er Jahren trat er mit anderen 1880 aus der Nationalliberalen Partei aus und gründete die "Liberale Vereinigung", die auch als "Sezession" oder "Sezessionisten" bekannt war. 1884 fusionierte diese mit der Deutschen Fortschrittspartei zur Deutsch-Freisinnigen Partei.

Diese war auch als "Kronprinzenpartei" bekannt, weil man vermutete wurde, daß sie den Kern einer liberalen Regierung bilden würde, sobald den Kronprinz den Thron bestiege. Als es 1888 so weit war, war Kaiser Friedrich allerdings schon totkrank und regierte nur 100 Tage. Ludwig Bamberger war zu der Zeit einer der engsten Berater des Kaisers und der Kaiserin, die argwöhnisch von Bismarck bespitzelt wurden.

Als Gegenspieler von Eugen Richter in der Freisinnigen Partei, gründeten er und andere zumeist vormalige Nationalliberale 1893 die Freisinnige Vereinigung. Ludwig Bamberger zog sich aus dem öffentliche Leben zurück, insbesondere auch angewidert vom wachsenden Antisemitismus, und widmete sich seinen literarischen Studien.

Er starb am 14. März 1899 in Berlin.

 


 

Bücher von Ludwig Bamberger bei Libera Media

  • Erlebnisse aus der Pfälzer Erhebung im Mai und Juni 1849
  • Die fünf Milliarden
  • Das Gold der Zukunft
  • Juchhe nach Italia!
  • Die Sezession
  • Deutschtum und Judentum
  • Deutschland und der Socialismus

 

Bücher über Ludwig Bamberger bei Libera Media

  • Otto Hartwig: Ludwig Bamberger, eine biographische Skizze

Eugen Richter

Bücher von Eugen Richter

 

Eugen Richter wurde am 30. Juli 1838 in Düsseldorf geboren. Sein Vater war Generalarzt bei der Preußischen Armee. Die Familie zog bald nach Koblenz, wo Eugen Richter zusammen mit einem Bruder aufwuchs. Nach dem Abitur studierte er in Bonn, Heidelberg und Berlin Staats- und Rechtswissenschaften und trat dann in den Staatsdienst als Assessor ein. Nebenher betätigte er sich journalistisch im Sinne der Deutschen Fortschrittspartei, weshalb er in Ungnade fiel. Sein Abschiedsgesuch kreuzte sich mit seiner Entlassung. Eine Wahl zum Bürgermeister von Neuwied wurde von der Regierung nicht bestätigt.

Eugen RichterDanach arbeitete Eugen Richter für eine Versicherungsgesellschaft in Magdeburg, allerdings mehr auf Wunsch seiner Eltern, denen eine Tätigkeit als Journalist zu unsicher erschien. Als sein Arbeitgeber politische Stellungnahmen verlangte, die gegen seine Überzeugung gingen, kündigte Eugen Richter und zog nach Berlin, wo er als Journalist arbeitete. Schon seit seiner Zeit in Magdeburg betätigte er sich außerdem beim Aufbau von Konsumgenossenschaften.

Die Führer der Deutschen Fortschrittspartei, vor allem Hermann Schulze-Delitzsch, wurden auf Eugen Richter aufmerksam. 1867 empfahlen sie ihn als Kandidat für Nordhausen, welchen Reichstagssitz er wider Erwarten und trotz Schikanen der Behörden gewinnen konnte. Später wurde er regelmäßig für den Wahlkreis Hagen in den Reichstag gewählt. Zudem war er auch Abgeordneter des Preußischen Abgeordnetenhauses und zeitweise der Berliner Stadtverordnetenversammlung.

Schnell Eugen Richter, nicht zuletzt aufgrund seiner organisatorischen und rhetorischen Fähigkeiten, zum De-facto-Führer der Deutschen Fortschrittspartei auf. Die Wiener Neue Freie Presse charakterisierte ihn 1881 so:

"Einen Volksmann von der Beredsamkeit, dem Reichthume politischen Wissens, der Energie und Rücksichtslosigkeit und der sich stets gleich bleibenden geistigen Frische, wie Eugen Richter sie besitzt, hat keine politische Partei in Deutschland und Oesterreich, vielleicht keine auf dem ganzen Continente aufzuweisen."

Eugen Richter widersetzte sich der seit den 1870ern zunehmenden Reaktion in Deutschland unter Reichskanzler Bismarck, welcher seine Verärgerung über Richters Reden dadurch ausdrückte, daß er das Parlament verließ. Eugen Richter wandte sich gegen der Versuch, ein Tabakmonopol einzurichten, gegen die Zwangsversicherungen, den Antisemitismus, die Kolonialpolitik und immer wieder die Verschwendung im Etat, besonders für das Militär. Nach dem Abgang Bismarcks schonte Eugen Richter auch dessen Nachfolger nicht, ja machte nicht einmal, etwa aus Anlaß der berüchtigten "Hunnenrede", vor Kaiser Wilhelm II. Halt. Auf der Rechten war er dafür schlecht gelitten. Sogar in der Literatur spiegelt sich die Reaktion wieder: Nicht nur Diederich Heßling (dargestellt als Nationalliberaler) in Heinrich Manns "Der Untertan" haßt Eugen Richter bis aufs Messer, auch der Baron von Instetten in Fontanes "Effi Briest" ist über ihn erbost.

Den Aufstieg der Sozialdemokraten begleitete Eugen Richter von Anfang an kritisch. Aus seiner Sicht lenkten diese die dringend auf der Linken benötigte oppositionelle Energie auf das unsinnige und gefährliche Projekt einer zentralen Planwirtschaft ab. Mit visionärer Schärfe stellte Eugen Richter 1891 in seinem dystopischen Roman "Sozialdemokratische Zukunftsbilder" die Realität des Sozialismus vor: mit Mangelwirtschaft, Spitzelsystem, ja sogar dem Schießbefehl an der Grenze. Da die Sozialdemokraten aber an ihrem marxistischen Programm festhielten und nicht, wie Richter es von ihnen forderte, dieses über Bord warfen, haßten sie ihn fast ebenso innig wie die Konservativen und Nationalliberalen auf der Rechten.

Eugen Richter starb am 10. März 1906 in Lichterfelde (heute ein Teil von Berlin).

 


 

Bücher von Eugen Richter bei Libera Media (in Vorbereitung)

 

Alexander Moszkowski

à Bücher von Alexander Moszkowski

 

Alexander Moszkowski wurde am 15. Januar 1851 in Pilica in der Nähe von Krakau geboren. Seine Geburtsstadt lag im damaligen KAlexander Moszkowski1ongreßpolen (dem Teil Polens, der bei der Teilung an Rußland gefallen war). Sein Bruder war der drei Jahre jüngere Komponist Moritz Moszkowski (1854-1925). Die Familie wanderte nach Deutschland aus und siedelte sich in Breslau an, wo Alexander Moszkowski aufwuchs.

Im Jahr 1875 hatte er seinen Durchbruch mit dem satirischen Gedicht in vier Gesängen "Anton Notenquetscher". Nicht zuletzt dadurch wurde Julius Stettenheim, der Redakteur des Satireblattes "Berliner Wespen" auf Moszkowski aufmerksam, und engagierte ihn dann ab 1877 für das Blatt. Mitte der 1880er Jahre kam es zum Zerwürfnis zwischen Stettenheim und Alexander Moszkowski. Dieser war verärgert darüber, daß er er als Autor nicht erwähnt wurde, obwohl er einen großen Teil der "Berliner Wespen" verfaßte.

Auch hatte er andere Vorstellungen, wie ein Satireblatt gemacht werden sollte. Das konnte er dann mit den "Lustigen Blättern" umsetzen, die insbesondere in der Weimarer Zeit sehr erfolgreich waren. Nebenher veröffentlichte Alexander Moszkowski zahlreiche Bücher. Diese reichen von humoristischen Erzählungen über Gedichte und Satiren bis hin zu philosophischen Betrachtungen oder einem Buch über Gespräche, die Alexander Moszkowski mit Albert Einstein führte.

Alexander Moszkowski starb am 26. September 1934 in Berlin.

 


 

Bücher von Alexander Moszkowski bei Libera Media (in Vorbereitung)

 

 

Hermann Schulze-Delitzsch

à Bücher von Hermann Schulze-Delitzsch

 

Hermann Schulze wurde am 29. August 1808 in Delitzsch geboren. Seine Heimatstadt lag im Kurfürstentum Sachsen in dem Teil, der nach dem Wiener Kongreß an Preußen abgetreten wurde. Der Vater war dort Bürgermeister und Justizrat. In Fortführung einer langen Tradition seiner Familie begann Hermann Schulze im Jahr 1827 zuHermann Schulze Delitzschnächst in Leipzig Rechtswissenschaften zu studieren, wechselte dann aber 1829 nach Halle in Preußen. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Oberlandesgerichtsassessor in Naumburg an der Saale, am Berliner Kammergericht und als Patrimonialrichter in Delitzsch (ein vom Staat unabhängiger Richter auf den Gütern von Gutsbesitzern).

Im Revolutionsjahr 1848 wurde Hermann Schulze für Delitzsch und Bitterfeld in die Preußische Nationalversammlung gewählt und wurde ab da "Schulze-Delitzsch" genannt, um ihn von anderen Schulzes zu unterscheiden. Der Name bürgerte sich so ein, daß er auch später noch so genannt werden sollte, sogar als er, wie etwa im Reichstag, für andere Wahlkreise (etwa Berlin) gewählt wurde. In der Nationalversammlung spielte Hermann Schulze-Delitzsch eine hervorragende Rolle. Berühmt wurde er insbesondere für den Steuerverweigungsbeschluß, den er im November 1848 miteinbrachte. Solange der preußische Staat der Nationalversammlung verwehre, ungestört zu tagen, habe er kein Recht Steuern zu erheben. Hierfür wurde Schulze-Delitzsch nach Niederschlagung der Reaktion 1850 vor Gericht gezogen, aber nach seiner mitreißenden Verteidigungsrede von den Geschworenen freigesprochen.

 


 

Bücher von Hermann Schulze-Delitzsch bei Libera Media

  • Capitel zu einem deutschen Arbeiter-Katechismus (1863)
  • Die Abschaffung des geschäftlichen Risico durch Herrn Lassalle (1864) 
  • Sociale Rechte und Pflichten (1866)
  • Die Sociale Frage (1869)

 

Bücher über Hermann Schulze-Delitzsch bei Libera Media

  • Aaron Bernstein: Schulze-Delitzsch, Leben und Wirken (1879)

 

Verwandte Bücher bei Libera Media

  • Eugen Richter: Die Consumvereine, ein Noth- und Hilfsbuch für deren Gründung und Einrichtung (1867)

Autoren

Hermann Schulze-Delitzsch
Eugen Richter
Rudolf Virchow
Friedrich Stoltze
Julius Stettenheim
Wippchen

Vorschläge

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Moszkowski Kunst 1a klein

Wippchens Gedichte klein 2

Burlesken Klein 1

Braun Schweiz Titel 2

Holtzendorff Frauen klein 2

Lette FZ Klein

Holtzendorff Mord Klein 1

Braun Freizgigkeit klein 2

NQ klein 2