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Eugen Richter

Bücher von Eugen Richter

 

Eugen Richter wurde am 30. Juli 1838 in Düsseldorf geboren. Sein Vater war Generalarzt bei der Preußischen Armee. Die Familie zog bald nach Koblenz, wo Eugen Richter zusammen mit einem Bruder aufwuchs. Nach dem Abitur studierte er in Bonn, Heidelberg und Berlin Staats- und Rechtswissenschaften und trat dann in den Staatsdienst als Assessor ein. Nebenher betätigte er sich journalistisch im Sinne der Deutschen Fortschrittspartei, weshalb er in Ungnade fiel. Sein Abschiedsgesuch kreuzte sich mit seiner Entlassung. Eine Wahl zum Bürgermeister von Neuwied wurde von der Regierung nicht bestätigt.

Eugen RichterDanach arbeitete Eugen Richter für eine Versicherungsgesellschaft in Magdeburg, allerdings mehr auf Wunsch seiner Eltern, denen eine Tätigkeit als Journalist zu unsicher erschien. Als sein Arbeitgeber politische Stellungnahmen verlangte, die gegen seine Überzeugung gingen, kündigte Eugen Richter und zog nach Berlin, wo er als Journalist arbeitete. Schon seit seiner Zeit in Magdeburg betätigte er sich außerdem beim Aufbau von Konsumgenossenschaften.

Die Führer der Deutschen Fortschrittspartei, vor allem Hermann Schulze-Delitzsch, wurden auf Eugen Richter aufmerksam. 1867 empfahlen sie ihn als Kandidat für Nordhausen, welchen Reichstagssitz er wider Erwarten und trotz Schikanen der Behörden gewinnen konnte. Später wurde er regelmäßig für den Wahlkreis Hagen in den Reichstag gewählt. Zudem war er auch Abgeordneter des Preußischen Abgeordnetenhauses und zeitweise der Berliner Stadtverordnetenversammlung.

Schnell Eugen Richter, nicht zuletzt aufgrund seiner organisatorischen und rhetorischen Fähigkeiten, zum De-facto-Führer der Deutschen Fortschrittspartei auf. Die Wiener Neue Freie Presse charakterisierte ihn 1881 so:

"Einen Volksmann von der Beredsamkeit, dem Reichthume politischen Wissens, der Energie und Rücksichtslosigkeit und der sich stets gleich bleibenden geistigen Frische, wie Eugen Richter sie besitzt, hat keine politische Partei in Deutschland und Oesterreich, vielleicht keine auf dem ganzen Continente aufzuweisen."

Eugen Richter widersetzte sich der seit den 1870ern zunehmenden Reaktion in Deutschland unter Reichskanzler Bismarck, welcher seine Verärgerung über Richters Reden dadurch ausdrückte, daß er das Parlament verließ. Eugen Richter wandte sich gegen der Versuch, ein Tabakmonopol einzurichten, gegen die Zwangsversicherungen, den Antisemitismus, die Kolonialpolitik und immer wieder die Verschwendung im Etat, besonders für das Militär. Nach dem Abgang Bismarcks schonte Eugen Richter auch dessen Nachfolger nicht, ja machte nicht einmal, etwa aus Anlaß der berüchtigten "Hunnenrede", vor Kaiser Wilhelm II. Halt. Auf der Rechten war er dafür schlecht gelitten. Sogar in der Literatur spiegelt sich die Reaktion wieder: Nicht nur Diederich Heßling (dargestellt als Nationalliberaler) in Heinrich Manns "Der Untertan" haßt Eugen Richter bis aufs Messer, auch der Baron von Instetten in Fontanes "Effi Briest" ist über ihn erbost.

Den Aufstieg der Sozialdemokraten begleitete Eugen Richter von Anfang an kritisch. Aus seiner Sicht lenkten diese die dringend auf der Linken benötigte oppositionelle Energie auf das unsinnige und gefährliche Projekt einer zentralen Planwirtschaft ab. Mit visionärer Schärfe stellte Eugen Richter 1891 in seinem dystopischen Roman "Sozialdemokratische Zukunftsbilder" die Realität des Sozialismus vor: mit Mangelwirtschaft, Spitzelsystem, ja sogar dem Schießbefehl an der Grenze. Da die Sozialdemokraten aber an ihrem marxistischen Programm festhielten und nicht, wie Richter es von ihnen forderte, dieses über Bord warfen, haßten sie ihn fast ebenso innig wie die Konservativen und Nationalliberalen auf der Rechten.

Eugen Richter starb am 10. März 1906 in Lichterfelde (heute ein Teil von Berlin).

 


 

Bücher von Eugen Richter bei Libera Media (in Vorbereitung)

 

Autoren

Hermann Schulze-Delitzsch
Eugen Richter
Rudolf Virchow
Friedrich Stoltze
Julius Stettenheim
Wippchen

Vorschläge

Lammers Freihandel klein 2

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Wippchens Gedichte 1 klein 2

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Helmhusen Lachen klein 4

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Sozialismus und Reaktion klein 3